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Ringvorlesung: Utopia

Ab 17.4.2018, 14-täglich dienstags, Auftaktvortrag mit Àgnes Heller

17.45 – 19.15 Uhr, Hörsaal XVIII


Der Wunsch nach einer perfekten Welt ist nicht neu - und heute doch brandaktuell. Denn in Zeiten von politischen, ökonomischen und militärischen Krisen drängen sich grundlegende gesellschaftliche Fragen auf: Wie soll sich das Verhältnis der Menschen untereinander und zu Natur vor dem Hintergrund endlicher Ressourcen gestalten? Was müsste der Mensch zu einer idealen Gesellschaft beitragen und wie könnte er Verantwortung für die Welt von (Über-)Morgen zeigen?

Diese und weitere Fragen werden ExpertInnen aus interdisziplinärer Sicht darstellen und im Plenum diskutieren. Im Gegensatz zur massenhaften (medialen) Präsentation zukünftiger Schreckensszenerien fokussiert diese Ringvorlesung positive Gestaltungsmodelle für die Zukunft unserer Gesellschaft. Das Begleitseminar gibt Studierenden zusätzlich die Möglichkeit sich reflektierend mit dem Thema Utopien auseinander zu setzen.

Studierende aller Fakultäten sowie interessierte Gäste sind herzlich willkommen!

Wissenschaftliche Leitung der Ringvorlesung:
Prof. Dr. Michael Schemmann
Wissenschaftliche Leitung des ProfessionalCenters der Universität zu Köln

Leitung des Begleitseminars:
Pia Maria Engelhardt & Dr. Claudius Mandel

Kontakt

Für Fragen zur Ringvorlesung steht Ihnen gerne Pia Maria Engelhardt zur Verfügung:
Telefon:  +49 221 470-2801
E-Mail:  pia.engelhardt@uni-koeln.de

Teilnahme & Zertifizierung

Bachelorstudierende können durch die aktive Teilnahme an der Vorlesung und dem Begleitseminar 3 CP`s im Studium Integrale erwerben.

Terminübersicht

Die Vorträge finden jeweils 14-täglich dienstags von 17.45 – 19.15 Uhr im Hörsaal XVIII der Universität zu Köln (Albertus Magnus Platz) statt.

17.04.2018 Welche menschlichen Bedürfnisse verkörpern die Utopien und welche nehmen sie nicht zur Kenntnis? (Àgnes Heller/ ungarische Philosophin/ Holocaust Zeitzeugin )

Zum Auftakt der diesjährigen Ringvorlesung „Utopia“ spricht die ungarische Philosophin und Holocaust Zeitzeugin Ágnes Heller. In ihrem 2016 veröffentlichten Essay „Von der Utopie zur Dystopie: Was können wir uns wünschen?“ öffnet sie eine andere Denkweise auf die Wunschvorstellungen vom gerechten Staat und vollkommener Zufriedenheit. Hier berichtet sie über ihre eigenen Erfahrungen und wirft die Frage auf: „Sind unsere Wünsche wirklich Utopien oder täuschen wir uns am Ende nicht selbst am meisten?“ 

Diesen und weiteren Fragen wird Ágnes Heller auch in der Ringvorlesung nachgehen und das Publikum mit ihrer behaglichen Art zum Mitdenken anregen.

08.05.2018 Wozu Religion? Von der unabgegoltenen Sehnsucht des Menschen (Dr. Eugen Drewermann/ Theologe/ Publizist)

Wenn heute etwas unnütz, ja, gefährlich scheint, so ist es Religion. Als Ideologie und als Magie hat sie sich selbst diskreditiert. Doch umso nötiger ist sie im Wesentlichen. Nur sie vermag die Kontingenzlücke unserer Existenz zu schließen. Die Natur selektiert die Fittesten, die Gesellschaft prämiert die (wirtschaftlich) Erfolgreichsten; allein im Rahmen der Religion bietet sich eine Sphäre absoluter Berechtigung und nicht-verzweckbarer Wünsche. Einzig im Gegenüber Gottes dürfen Menschen sich entdecken als gewollt. Sie müssen nicht sein aus Notwendigkeit, es soll sie geben in der Freiheit reiner Liebe. Und das verändert alles.

05.06.2018 Völlig utopisch?! Von unglaublichen Träumen, die Wirklichkeit wurden (Marc Engelhardt/ Autor/ Korrespondent bei den Vereinten Nationen)

Geld fürs Nichtstun? Selber einen Staat gründen? Anarchie bei 45 Grad im Schatten? Klingt utopisch – und doch haben es manche einfach gemacht. Marc Engelhardt hat sie besucht und erfahren, wie Utopien verwirklichen geht – und welche Probleme es selbst in Utopia gibt. Herausgekommen ist eine utopische Weltreise und die Erkenntnis, dass mit ein bisschen Mut jeder zum Utopisten werden kann.

19.06.2018 Möglichkeitsdenken: Utopien und Dystopien der Gegenwart (Professor (em.) Dr. Wilhelm Voßkamp/ Universität zu Köln/ Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

Utopien sind durch die Spannung von Wirklichkeit und Möglichkeit charakterisiert. In Wunsch- oder Warnbildern werden Möglichkeiten von Zukunft als Gegenbilder zur Realität entworfen. Positive Zukunftsvisionen stehen heute vermehrt negativen Entwürfen (Dystopien) gegenüber. ‚Klassiker‘ wie Orwells „1984“ oder Huxleys „Brave New World“ finden bedenkenswerte Nachfolger in Literatur und Science Fiction. Wieviel zukunftsweisende und positive Elemente finden sich selbst in apokalyptischen Utopien?

03.07.2018 Thomas Morus - ein Staatsmann erfindet Utopia (Professor Dr. Dr. h.c. Otfried Höffe/ Eberhard Karls Universität Tübingen/ Philosophische Fakultät)

Während in Westeuropa Luther, Zwingli und Calvin eine Reformation der Kirche vorbereiten, gibt in England ein gelehrter Humanist und erfolgreicher Staatsmann, Thomas Morus, einer neuen Gattung des politischen Denkens sowohl den Titel vor: Utopia, Nirgendland, als auch ihre literarische Form, den Bericht einer fiktiven Reise zu einer Insel mit vorbildlichen gesellschaftlichen und politischen Einrichtungen. Damit man diesen Staatsentwurf nicht als politische Schwärmerei abtun kann, beginnt Morus, erstes Buch von Utopia, mit einer Kritik an Englands sozialen und politischen Mißständen. Erst daran schließt er jenen Entwurf eines idealen Gemeinwesens an, der häufig als einziger Teil von seiner Schrift, seither ein Stück Weltliteratur,  wahrgenommen und erörtert wird.

Das Begleitseminar findet am 10.4. um 17.45 Uhr sowie am 13.7. und 14.7.2018 von 10 bis 18 Uhr statt.

Anmeldeformalitäten

Die Anmeldung zur Ringvorlesung ist ab dem 06.03.2018 für Studierende über KLIPS 2.0 möglich.

Gasthörende können sich jederzeit über das Anmeldeformular auf dieser Website (siehe unten) anmelden.

  • Bitte betätigen Sie den Button "Zur Anmeldung" (siehe unten).
  • Geben Sie im Anmeldeformular alle nötigen persönlichen Daten ein und versenden Sie Ihre Anmeldung.
  • Wählen Sie bitte beim nächsten angestrebten Abschluss "Sonstiges" und vermerken Sie beim Studiengang "Gasthörer" oder "externer Teilnehmer".
  • Nach dem Versenden der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungsmail an die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse mit weiteren Informationen.

Für die Teilnahme an einzelnen Vorträgen der Ringvorlesung müssen Sie sich nicht anmelden. Die Vorträge der Ringvorlesung sind öffentlich. Hierdurch können Sie allerdings keine Bescheinigung und keine Leistungspunkte erwerben.

Anmeldung

Für die Anmeldung als Studierende benutzen Sie bitte KLIPS 2.0, immatrikulierte Gasthörende melden sich bitte über unser Anmeldeformular an, externe Besucher/-innen können ohne Anmeldung teilnehmen.


14 täglich dienstags ab dem 17.04.2018RingvorlesungUtopia

Hörsaal XVIII, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz