zum Inhalt springen

1 / 2
  • Keyimage Ringvorlesung Utopia
  • Referentin Ágnes Heller beim Auftaktvortrag zur diesjährigen Sommer-Ringvorlesung

Ringvorlesung: Utopia

Der Wunsch nach einer perfekten Welt ist nicht neu - und heute doch brandaktuell. Denn in Zeiten von politischen, ökonomischen und militärischen Krisen drängen sich grundlegende gesellschaftliche Fragen auf: Wie soll sich das Verhältnis der Menschen untereinander und zur Natur vor dem Hintergrund endlicher Ressourcen gestalten? Was müsste der Mensch zu einer idealen Gesellschaft beitragen und wie könnte er Verantwortung für die Welt von (Über-)Morgen zeigen?

Diese und weitere Fragen werden Expert_innen aus interdisziplinärer Sicht darstellen und im Plenum diskutieren. Im Gegensatz zur massenhaften (medialen) Präsentation zukünftiger Schreckensszenerien fokussiert diese Ringvorlesung positive Gestaltungsmodelle für die Zukunft unserer Gesellschaft. Das Begleitseminar gibt Studierenden zusätzlich die Möglichkeit sich reflektierend mit dem Thema Utopien auseinander zu setzen.

Studierende aller Fakultäten sowie interessierte Gäste sind herzlich willkommen!

Wissenschaftliche Leitung der Ringvorlesung:
Prof. Dr. Michael Schemmann
Wissenschaftliche Leitung des ProfessionalCenters der Universität zu Köln

Leitung des Begleitseminars:
Pia Maria Engelhardt & Dr. Claudius Mandel

Informationen zur Anmeldung

 

Veranstaltungsübersicht

Die Vorträge finden jeweils 14-täglich dienstags von 17.45 – 19.15 Uhr im Hörsaal XVIII der Universität zu Köln (Albertus Magnus Platz) statt.


 
10.04.2018
Begleitseminar (17.45 Uhr)

17.04.2018 Auftaktvortrag
"Welche menschlichen Bedürfnisse verkörpern die Utopien und welche nehmen sie nicht zur Kenntnis?" (Àgnes Heller | ungarische Philosophin & Holocaust Zeitzeugin)

Zum Auftakt der diesjährigen Ringvorlesung "Utopia" spricht die ungarische Philosophin und Holocaust Zeitzeugin Ágnes Heller. In ihrem 2016 veröffentlichten Essay "Von der Utopie zur Dystopie: Was können wir uns wünschen?" öffnet sie eine andere Denkweise auf die Wunschvorstellungen vom gerechten Staat und vollkommener Zufriedenheit. Hier berichtet sie über ihre eigenen Erfahrungen und wirft die Frage auf: "Sind unsere Wünsche wirklich Utopien oder täuschen wir uns am Ende nicht selbst am meisten?"

Diesen und weiteren Fragen wird Ágnes Heller auch in der Ringvorlesung nachgehen und das Publikum mit ihrer behaglichen Art zum Mitdenken anregen.


08.05.2018
"Wozu Religion? Von der unabgegoltenen Sehnsucht des Menschen" (Dr. Eugen Drewermann | Theologe & Publizist)

Wenn heute etwas unnütz, ja, gefährlich scheint, so ist es Religion. Als Ideologie und als Magie hat sie sich selbst diskreditiert. Doch umso nötiger ist sie im Wesentlichen. Nur sie vermag die Kontingenzlücke unserer Existenz zu schließen. Die Natur selektiert die Fittesten, die Gesellschaft prämiert die (wirtschaftlich) Erfolgreichsten; allein im Rahmen der Religion bietet sich eine Sphäre absoluter Berechtigung und nicht-verzweckbarer Wünsche. Einzig im Gegenüber Gottes dürfen Menschen sich entdecken als gewollt. Sie müssen nicht sein aus Notwendigkeit, es soll sie geben in der Freiheit reiner Liebe. Und das verändert alles.


05.06.2018
"Völlig utopisch?! Von unglaublichen Träumen, die Wirklichkeit wurden" (Marc Engelhardt | Autor & Korrespondent bei den Vereinten Nationen)

Geld fürs Nichtstun? Selber einen Staat gründen? Anarchie bei 45 Grad im Schatten? Klingt utopisch – und doch haben es manche einfach gemacht. Marc Engelhardt hat sie besucht und erfahren, wie Utopien verwirklichen geht – und welche Probleme es selbst in Utopia gibt. Herausgekommen ist eine utopische Weltreise und die Erkenntnis, dass mit ein bisschen Mut jeder zum Utopisten werden kann.


19.06.2018
"Möglichkeitsdenken: Utopien und Dystopien der Gegenwart" (Professor (em.) Dr. Wilhelm Voßkamp | Universität zu Köln, Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

Utopien sind durch die Spannung von Wirklichkeit und Möglichkeit charakterisiert. In Wunsch- oder Warnbildern werden Möglichkeiten von Zukunft als Gegenbilder zur Realität entworfen. Positive Zukunftsvisionen stehen heute vermehrt negativen Entwürfen (Dystopien) gegenüber. ‚Klassiker‘ wie Orwells „1984“ oder Huxleys „Brave New World“ finden bedenkenswerte Nachfolger in Literatur und Science Fiction. Wieviel zukunftsweisende und positive Elemente finden sich selbst in apokalyptischen Utopien?


03.07.2018
"Thomas Morus - ein Staatsmann erfindet Utopia" (Professor Dr. Dr. h.c. Otfried Höffe | Eberhard Karls Universität Tübingen, Philosophische Fakultät)

Während in Westeuropa Luther, Zwingli und Calvin eine Reformation der Kirche vorbereiten, gibt in England ein gelehrter Humanist und erfolgreicher Staatsmann, Thomas Morus, einer neuen Gattung des politischen Denkens sowohl den Titel vor: Utopia, Nirgendland, als auch ihre literarische Form, den Bericht einer fiktiven Reise zu einer Insel mit vorbildlichen gesellschaftlichen und politischen Einrichtungen. Damit man diesen Staatsentwurf nicht als politische Schwärmerei abtun kann, beginnt Morus, erstes Buch von Utopia, mit einer Kritik an Englands sozialen und politischen Mißständen. Erst daran schließt er jenen Entwurf eines idealen Gemeinwesens an, der häufig als einziger Teil von seiner Schrift, seither ein Stück Weltliteratur, wahrgenommen und erörtert wird.


13.07.2018
Begleitseminar (10.00 bis 18.00 Uhr)

14.07.2018
Begleitseminar (10.00 bis 18.00 Uhr)

 

Organisation & Kontakt


Pia Maria Engelhardt

Ringvorlesungen & JobTour
Career Service Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (komm.)

Kontakt

Telefon: +49 221 470-2801
E-Mail: pia.engelhardt(at)uni-koeln.de